So wird die FDP zur Volkspartei!

Auszug aus meinem in 2018 erscheinenden neuen TRUSTED WEB 4.0 Buch:.
Ich beschäftige mich als einer von ganz Wenigen mit allen Seiten der digitalen Gesellschaft. Als Unternehmer habe ich die Wirtschaft im Blick, als Bürger die Freiheitsrechte und als Visionär eine Zukunft, in der es allen besser geht.
Sieht man sich die Parteien im Bundestagswahlkampf 2017 an, so will die CDU, dass alles beim Alten bleibt, die SPD und die Linke mehr Gerechtigkeit und Chancengleichheit, die Grünen eine bessere Umwelt und die FDP Freiheit und „Anders denken“.

Die CDU steht für ein „Weiter so“ und mag damit der Mehrheit der Wähler entsprechen, ist aber bei den auf uns zukommenden Veränderungen im Rahmen der Digitalisierung völlig weltfremd und hat so auch in der Vergangenheit gehandelt. Bleibt sie weiter bestimmend an der Regierung, werden wir unweigerlich in einer totalitären digitalen Gesellschaft enden.

Die SPD und die Linke wollen mehr Gerechtigkeit für die Schwachen der Gesellschaft. Sie setzen auf einen behütenden starken Staat. Sie nehmen nicht wahr, dass Staaten heute im Wettbewerb um zunehmend international aufgestellte Unternehmen stehen und mit ihren Wohlfahrtskonzepten in einer Zukunft, in der die Arbeitswelt sich ständig verändert und flexibilisiert, Menschen zu abhängigen, überwachten Almosenempfängern machen, anstatt sie auf eine selbstbestimmte Zukunft vorzubereiten.

Die Grünen werben weiter mit ihrem Kernthema Umwelt. Auch wenn wir alle nur in einer lebenswerten Umwelt eine Zukunft haben, so wird sich eine gesunde Umwelt nur dann entwickeln, wenn man alle Bürger in die gesellschaftliche Verantwortung nimmt. So, wie bei vielen komplexen Themen, hat sich gezeigt, dass man das Umweltthema nicht nur mit zentralistischen Steuermechanismen lösen kann, sondern es Anreize zur Eigenverantwortung bedarf. Es muss erst einmal eine ganzheitliche gesellschaftliche Vision für Deutschland geschaffen werden, der sich dann die einzelnen Themen unterordnen können.

Einzig die FDP berücksichtigt in ihrem Wahlprogramm, dass sich unsere Gesellschaft in Zukunft extrem verändern wird. Benötigt wird eine Vision, welche den Menschen die Angst vor der Zukunft nimmt und in heutigen Konzepten bestehende Gegensätze aufhebt. Die FDP ist eine alte Partei. Von einer Bürgerrechtsbewegung hat sie sich zur Partei des Mittelstands verändert. Sie muss den Spagat leisten, mittelständigen Unternehmen eine Perspektive zu bieten und gleichzeitig den Bürgern ihre Freiheitsrechte zu erhalten.
Die FDP ist die einzige Partei, die sich in ihren Forderungen den Zukunftsthemen derzeit stellt. Sie hat jetzt die einmalige Chance, zur Volkspartei zu werden, wenn sie mit der Vision des „Anders Denkens“ nicht nur die Wunschvorstellung der Neumitglieder bedient, sondern auch die Mitglieder der alten FDP und in einem zweiten Schritt die Bevölkerung überzeugt. Aus einem starken Staat muss eine starke, von den Meisten getragene Vision werden, wie man Interessen von Staat, Wirtschaft und Bürgern miteinander verbindet.
Trusted WEB 4.0 kann hier zumindest als Diskussionsvorlage, wenn nicht als Lösung gelten. Denn Trusted WEB 4.0 hebt die Widersprüche zwischen innerer Sicherheit und Freiheitsrechten in der digitalen Gesellschaft auf. Auch wird die derzeitige Wachstumsbremse Datenschutz so zum Wachstumsmotor und Exportschlager für deutsche Unternehmen.
In diesem Buch beschäftige ich mich mit einem funktionierenden Masterplan, der dann in allen Bereichen diskutiert und an die entsprechenden Anforderungen angepasst werden sollte.

Jamaika -Mein Sprung zurück aus dem Jahr 2027

Meine Zeitkapsel landet in Krefeld unter dem Ostwall in der alten Unterführung zu Horten.
Ich kontrolliere die Zeitanzeige. Es ist der 23. November 2017. Mühelos springe ich mit Hilfe meines unter meinem historischen Anzug verborgenen Exoskeletts die Treppen hinauf. Es gibt schon einige Vorteile in 2027.
Das lange Warten an der Ampel nervt. Ohne darüber nachzudenken, verbeuge ich mich vor jedem Menschen tief. Ich wundere mich, wieso die anderen mich nicht grüßen. Auch haben die Passanten nicht den inzwischen üblichen entgleisten Gesichtsausdruck, der sich vom ewigen Lächeln zwangsläufig in die Gesichtszüge gräbt. Vier harte Jahre habe ich keinen Fehler gemacht. Ich habe immer nur die KI-Propaganda auswendig gelernt und gelobt. Ich habe mich daran gewöhnt, dass jede falsche Bewegung, jede unfreundliche Geste, meinen Social Scoring Wert verschlechtert.
2020 hatte China es geschafft, für alle Chinesen verbindlich das Social Credits System einzuführen. Wer nicht genügend Social Credit Points bekam, der bekam keinen Pass und durfte nicht reisen. Es herrschte Ruhe im Land. 2023 hat in China eine künstlichen Intelligenz dann die Macht übernommen: Korruption sollte so ausgeschlossen und die Effizienz weiter gesteigert werden. Deutschland war inzwischen weitgehend vom chinesischen Handel abhängig. Die chinesische KI benutzte ihre Marktdominanz, indem sie Bedingungen schaffte, zu denen auch in Deutschland nur noch mit einer kompletten Steuerung der Gesellschaft durch eine KI die Wettbewerbsfähigkeit aufrechtgehalten werden konnte. Wir in Deutschland folgten mit der für uns bekannten Gründlichkeit. Zu wenig Sport, zu viel Süßigkeiten, alles führte zur Verschlechterung des Scoring Wertes.
5000 Social Credits hatte ich angesammelt, durfte an der Lotterie für die Zeitreise teilnehmen und hatte gewonnen. Ich wollte nur noch weg, nachdem die KI offiziell Menschen als nutzlose Mängelwesen definiert hatte. Die Menschen ihrerseits hatten sich auf ihre Art gewehrt und es wurden fast keine Kinder mehr geboren.

Ich hatte mir sehr genau überlegt, warum ich dieses Datum gewählt hatte. Mit einer Geschwindigkeit, über die sich die Passanten wundern, lege ich die letzten Schritte zurück und bin am Ziel. Es ist exakt 19.30 Uhr. Ich betrete Gleumes, eine urige Innenstadtkneipe. Bis auf die Straße stehen die sonst so nüchternen Liberalen und winken mit blauen Fahnen. „Freiheit“ ist da drauf geschrieben. Der neue Bundesfinanzminister Otto Fricke hält eine begeisternde Rede und argumentiert, endlich sei die FDP zurück. Jamaika würde es schon richten! Doch er würde sich aufreiben.

Ich habe eine seltene Gabe, sie ist mein Fluch. Ich habe immer schon eine klare Vorstellung gehabt, wie die Gesellschaft in zehn Jahren aussieht. Vor 2037 graut mir. Leider habe ich auch meistens Recht behalten. Schon 1997 habe ich begonnen, bei Grateach für eine demokratische Zukunft zu kämpfen. Die, die es verhindern wollten, haben mich behindert, die, denen ich helfen wollte, haben es nicht verstanden. Mit Jamaika hat sich nichts geändert. Merkel hat mit ruhiger Hand weiter regiert, bis sie an die noch ruhigere Hand der KI übergeben hat.
Ich stehe nun mitten in diesen begeisterten Menschen. Endlich habe ich einen Masterplan für eine demokratische digitale Gesellschaft. Ich hatte mir die ganzen Jahre so viel zu Recht gelegt, was ich sagen würde. Doch jetzt sage ich nichts. Wie soll ich es schaffen, meine Erfahrung zu vermitteln? Wie solle ich gegen diese Begeisterung angehen? Wie soll ich die Geschichte ändern?
Verzweifelt übe ich mich stattdessen in einem lauten Lachen, viel zu laut für meine Zeit. Gäbe es doch eine andere Realität. Gäbe es doch eine streitbare FDP, die es schaffen würde, die digitale Gesellschaft so zu gestalten, dass die Technik für uns und unsere Rechte eingesetzt würde. Hätte ich doch 2017 schon meinen Masterplan gehabt!

Meine persönliche fundierte Wahlempfehlung für die FDP

Zugegeben, ich betrachte die Welt ausschließlich aus dem Blickwinkel der Digitalisierung. Das ist auch richtig so, weil sich in der nächsten Legislaturperiode entscheidet, wie sich unsere Gesellschaft dann für viele Jahre entwickeln wird. Ein einmal durchgesetztes digitales Konzept lässt sich fast nicht mehr umkehren. Wenn einmal über das Internet meine Fingerabdrücke verbreitet wurden, bleiben die für ein ganzes Leben im Zugriff. Wenn nur noch wenige Unternehmen über die Wertschöpfung bestimmen, bleibt für die anderen weniger übrig und sie haben auch nicht mehr das Geld, sich im Wettbewerb zu behaupten.

Es geht um alles! Während früher der Arbeiter gegen seinen Vorstand kämpfen konnte, ist der totalitäre digitale Feind schon deshalb nicht zu bekämpfen, weil dieser selbst dem Vorstand als die eine Person nicht bekannt ist.
So schreibe ich auch in meinem 2018 bei Springer Vieweg erscheinenden neuen Buch, dass sich in der nächsten Legislaturperiode entscheidet, ob wir die vordigitalen demokratischen Errungenschaften durch ein Bürgerbeteiligungskonzept auf die Digitalisierung übertragen können. Im Moment sieht es nicht so aus. Vielmehr scheint schon für viele das totalitäre Diktat einiger Global Player unausweichlich.

Was hilft es mir, wenn ich eine angeblich mein Klientel vertretende Partei wähle, durch die ich kurzfristig vielleicht einige Euro mehr in der Tasche habe. Langzeitversprechen, wie die Zahlung einer Rente, kann keine Partei einhalten, die sich den Herausforderungen der digitalen Zukunft nicht stellt.

Ohne Masterplan wird es keine demokratische digitale Gesellschaft geben!

Gemäß der Grafik sehe ich den auf Deutschland passenden digitalen Masterplan im Zentrum für alle anderen uns positiv beeinträchtigenden Faktoren. Den Bauplan für die digitale Gesellschaft habe ich als Diskussionsgrundlage hierfür veröffentlicht.

Wer gesund sein will, für den müssen die technischen Errungenschaften so eingesetzt werden, dass er Arbeit als positive Teilhabe an der Gesellschaft versteht.

Auch die, welche mit ihrem gelernten Beruf in den ersten Arbeitsmarkt nicht mehr integrierbar sind, müssen aus der Almosenempfängerrolle herausgeholt werden und in einem bedingungsgebundenen Grundeinkommen mit aktiver Bürgerbeteiligung in die Gesellschaft integriert werden.

Dies wieder erhöht das seelische Wohlbefinden. Sicher von Krankheitsverläufen getrennte personenbezogene Daten werden die Gesundheitsvorsorge und die Medikamentenforschung beschleunigen.

Freiheit ist kein Widerspruch zu staatlichem Schutz. Wenn der Staat sich auf seine dienende Rolle zurückbesinnt, wird er nicht mehr versuchen, durch Totalüberwachung seine Bürger zu dominieren. Es ist nichts gegen Überwachung zu sagen, wenn sie zielgerichtet und ohne Massendatensammlung erfolgt. Gerne bin ich bereit, jedem, der das nicht glauben will, für jede Situation Alternativen zu derzeitigen Konzepten zu skizzieren.
Gerechtigkeit hat wiederum mit Teilhabe und gesellschaftlicher Anerkennung zu tun. Das funktioniert bei vielen nur, wenn sie am digitalen Leben anonym teilnehmen können, ohne sich mit ihrer Behinderung, Krankheit oder ihrer schlechten Ausbildung zur Schau stellen zu müssen.

Schließlich müssen alle ein Interesse an einer gesunden Wirtschaft haben. Die ist aber nur gesund, wenn auch noch regional Geld verdient wird und dezentral auf die Wertschöpfungsverteilung Einfluss genommen werden kann. Nur so haben wir als Deutschland eine Zukunft. Wir leben heute von der Substanz. Ob in der Autoindustrie oder bei den vernetzten Maschinen, wir werden überrannt werden und die Spielräume der Politik werden erheblich eingeschränkt werden, wenn wir jetzt nicht für alle einen digitalen Masterplan auflegen!

Meine Wahlentscheidung zu den einzelnen Parteien:

Die CDU vertritt den Erhalt unseres Wohlstands durch möglichst kleine Veränderungen. Da, wo ein Zug Fahrt aufnimmt, wie bei der Umweltpolitik, werden die Themen als die eigenen aufgegriffen. Die CDU wird mit Sicherheit an der zukünftigen Regierung beteiligt sein. Es beruhigt die Mehrheit der Wähler, wenn sie wissen, es geht weiter so. Für mich als Innovator jedoch gibt es keinen Anlass, diese Partei zu wählen, weil ich nicht glaube, dass sie ohne Sparringspartner die richtigen Weichen stellen wird.

Zeitweise habe ich Hoffnungen auf Martin Schulz gesetzt. Als EU-Präsident hat er vor totalitären Tendenzen gewarnt. Er hat die Digitalcharta mitinitiiert. Doch seit er Kanzlerkandidat ist, hat er den Überwachungsstaat unterstützt. Als Koalitionspartner hat die SPD ihre Ziele verloren. Auch glaube ich nicht, dass Gewerkschaften, wie heute noch organisiert, weiter zeitgemäß sind. Sie müssen durch andere Instrumentarien, wie die von mir vorgeschlagene digitale Bürgerbeteiligung, zumindest ergänzt werden.

Die Linken haben teilweise überraschend gute Ideen. Leider kann ich mir den hier geforderten starken Staat als Lösung nicht vorstellen.

Die Grünen haben seit bald vierzig Jahren in Teilen mitregiert, immer mit dem gleichen Thema: Energie und Umwelt. Herausgekommen ist ein Wust von Einschränkungen für die Bürger. Wer mehr als 10% seines Daches neudecken will, muss auf neusten Energiestandard dämmen, obwohl gar nicht erwiesen ist, dass nicht abbaubares, leicht brennbares Material immer die beste Möglichkeit für den Umweltschutz darstellt. Das EEG Gesetz zwingt Besitzer einer Photovoltaikanlage für die Rentabilität zu Unternehmern zu werden. Die Förderanreize sind völlig falsch gesetzt. Wer einen möglichst hohen Teil seiner selbst erzeugten Energie auch selbst verbrauchen will, wird bestraft. Zentrale kritische Infrastrukturen mit viel zu teuren Speicherlösungen werden geschaffen, anstelle mit dezentraler intelligenter Regelungstechnik „Strom sparen“ durch „Strom erzeugungsoptimiert verbrauchen“ zu ersetzen. Ich weiß, wovon ich rede. Schließlich habe ich erfolgreich das erste Pilotprojekt zu dezentraler Energieregelung umgesetzt und werde hierzu demnächst auch veröffentlichen.

Was bleibt, ist die FDP. Herr Lindner hat mir als einziger im TV-Duell glaubhaft gemacht, dass er es mit einem digitalen Masterplan ernst meint und die demokratischen Errungenschaften schützen will. Die CDU muss man nicht wählen, damit die weiter regieren. Die FDP muss die drittgrößte Partei werden! Eine Verlängerung der großen Koalition bedeutet nicht Stillstand, sondern Rückschritt, weil andere Länder uns überholen werden!
Wenn die FDP den Takt angibt, wird die CDU die Musik spielen. Dabei sollte der Dirigent immer zu sehen sein.
Damit es dann nicht doch zu Misstönen kommt, wie bei der Rückkehr zur Kernkraft, ist in einer Schwarz-Gelb-Grün Regierung nichts gegen einen grünen Juniorpartner einzuwenden. Wenn es für die FDP nicht reichten sollte, müssen hier zwei Parteien ihre Befindlichkeiten zur Seite legen, wie man es von Dienern des Staates erwarten kann.

Ihr Olaf Berberich

Ransomware-Angriff – Wer ist schuld?

Liebe Leser,
viel habe ich in den letzten Monaten geschrieben. Eine aktuelle Bezugsliste der Veröffentlichungen, teilweise kostenlos, finden Sie unter http://dl.gisad.eu/bv.pdf .

Ich bin es müde, immer wieder in der überraschten Presse zu lesen, was da so passiert ist. Ein Schuldiger ist auch immer schnell gefunden. In der Zeit unter http://www.zeit.de/digital/internet/2017-05/ransomware-wannacry-weltweit-nsa-microsoft ist es die NSA und der träge Anwender.

Wie immer enthält jede Meldung einen Funken Wahrheit. Im Ergebnis stimme ich zu, dass der Anwender mobilisiert und die Datenverwerter in ihre Grenzen gewiesen werden müssen.

Eine historische Wahrheit ist aber auch, dass alles, was machbar ist, irgendwann auch gemacht wird, wenn keine Grenzen gesetzt werden. Diese Grenzen bestimmen die Wähler alle 4 Jahre und die Politiker während der Wahlperiode.
Vielleicht ist es das letzte Mal, dass die Menschen in NRW am Sonntag und am 24. September in Deutschland zu freien Wahlen gehen.

Die Technik entwickelt sich immer schneller weiter. Es werden einerseits den zentralen Datenverwertern und andererseits den Cyberkriminellen keine Grenzen gesetzt.
Vielmehr wird per Gesetz zentrale Überwachung ausgebaut und damit die Demokratie zerstört.
Das klingt für Sie ganz weit weg? Dann lesen Sie doch „Der Circle“ von Dave Eggers siehe http://www.spiegel.de/kultur/literatur/spiegel-bestsellerliste-der-circle-von-dave-eggers-auf-platz-6-a-1009389.html . Er zeigt, wie phantastisch alle diese neuen Entwicklungen sind. Er zeigt es aus der Perspektive des Silicon Valley. Plötzlich gibt es nur noch eine Internetoberfläche für alle und plötzlich ist alles unumkehrbar und totalitär.

Auch ich glaube, dass es auf eine einzige Oberfläche hinausläuft. Dass wir in Zukunft nicht mehr hunderte von Passwörtern brauchen und vieles dadurch einfacher wird.
Allerdings müssen die demokratischen Staaten das Konzept bestimmen. Denn durch die Internetoberfläche der Zukunft wird bestimmt, ob wir in einem totalitären Staat leben, oder weiter mit demokratischen Freiheitsrechten.
Im positivsten Fall wird sich die neue Bundesregierung in der Koalitionsvereinbarung Ende des Jahres 2017 auf die Entwicklung einer solchen Oberfläche einigen. Dann wird es mehrere Jahre dauern, bis ein solches Konzept umgesetzt wird. Er wird ein Wettlauf mit der Zeit, denn alternativ müssen sich nur einige Global Player zusammentun und die Welt ist über Nacht nicht mehr demokratisch.
Ich habe meinen Teil dazu beigetragen, dass es nicht dazu kommt. Das alternative Projekt ist präzise unter http://dl.gisad.eu/pl.pdf beschrieben.

Wer ist also schuld? Nun, ich will es einmal so formulieren: Prüfen Sie genau, welche Partei Sie wählen! Sicher ist, mehr zentrale digitale Überwachung bedeutet Abschaffung der Freiheitsrechte und Schaffung neuer Einfallstore für Kriminelle.
Persönlich bin ich entsetzt, dass nicht einmal 2000 Menschen die Petition für die EU Charta der digitalen Grundrechte unterzeichnet haben, siehe https://digitalcharta.eu/liste/.
Gerade mal 41 sind es bei meiner Petition für ein Grundrecht auf Anonymität für Jeden, siehe https://www.change.org/t/anonymität-de-de?source_location=topic_page.

Bitte hört auf zu jammern und tut endlich das Richtige!

Olaf Berberich

GISAD – Hundert exemplarische Medienberichte

Immer wieder fällt es schwer zu vermitteln, warum GISAD so wichtig ist für eine erfolgreiche digitale Transformation. GISAD steht für Global Institute for Structure relevance, Anonymisation and Decentralisation.

Auf den ersten Blick sind gesellschaftliche Strukturrelevanz, Anonymisierung und Dezentralisierung drei völlig unterschiedliche Themen. In Wahrheit entsteht jedoch das Geheimrezept für den Masterplan einer menschenwürdigen digitalen Gesellschaft aus der richtigen Zusammensetzung dieser drei Bereiche. Die richtig gemischte Medizin nennen wir Trusted WEB 4.0.

Wir haben die Rezeptur und ihre Auswirkung in viele kleine Geschichten zerlegt. So erhalten auch Sie eine Vorstellung, wie Sie von Trusted WEB 4.0 in Zukunft profitieren können.

100 exemplarische Pressemeldungen können Sie herunterladen unter http://dl.gisad.eu/ps.pdf.

Bezugslisten als Alternative zum Shop

Liebe Trusted WEB 4.0 Interessenten,
jeder Angriff ist für uns eine Herausforderung, besser zu werden.
Bitte laden Sie unsere aktuelle Bezugsliste der Veröffentlichungen unter http://dl.gisad.eu/bv.pdf, die Partnersuche für Projekte unter http://dl.gisad.eu/pl.pdf herunter.

Ihr GISAD Team

Die Strategie der minimalinvasiven Eingriffe
(19. März 2017) In dem gestern veröffentlichten Artikel habe ich noch geschrieben siehe http://blog.get-primus.net/shop-get-primus-de-funktioniert-nicht/ , dass ich alle Daten auf meinem Rechner habe.
Nur ist der Prestashop auf meinem Rechner gelöscht.
Ich kann es trotzdem wieder herstellen. Aber es ist Arbeit und es dient der Einschüchterung. Noch können die Geheimdienste nur im Einzelfall solche gezielte Angriffe starten.
Es ist immer noch ein Kampf Mann gegen Website.
Erschreckend ist jedoch, dass alle sich einschüchtern lassen und sich nicht wehren. Das ist totalitär!!!
Bitte unterzeichnen Sie diese Petition unter http://bit.ly/2n5p0cX und brechen das Schweigen bei Familien und Freunden!

Siehe hierzu auch http://www.presseportal.de/pm/118141/3581368. Dieser Presseartikel wurde über 1200 Mal von Journalisten heruntergeladen. Keiner hat sich getraut, ihn zu veröffentlichen, obwohl über 100 Medien die anderen GISAD Artikel veröffentlicht haben! Ein Medienspiegel steht in Kürze zur Verfügung.
Dann ist es auch völlig egal, welche Partei Sie zu den Bundestagswahlen wählen. Die Politiker werden sich nicht mehr engagieren, wenn sie jederzeit eingeschüchtert werden können!

Bitte dringend Petition für ein sicheres Internet unterschreiben!!!

Liebe Interessierte,

nun ist der shop.get-primus.de schon seit drei Tagen nicht mehr erreichbar.
Wir arbeiten in der Cloud mit Prestashop. Die Daten sind vollständig dezentral bei uns vorhanden. Wir haben uns also nicht auf ein zentrales Backup verlassen. Aber der Provider ist nicht mehr in der Lage auf seinem Server die Daten im Internet freizugeben. Wir haben ihm Zugriff auf unser System erteilt, mit dem Ergebnis dass das Verzeichnis auf seinem Rechner jetzt leer ist.
Grundsätzlich arbeiten wir seit vielen Jahren mir diesem Provider zusammen, deshalb nennen wir auch hier den Namen nicht.
Er ist inzwischen sehr wahrscheinlich, dass es wieder einer von diesen sehr intelligenten Angriffen ist.
Der Angriff kommt in einer Zeit, wo ca. 100 Medien über GISAD berichten. Einen Pressespiegel werden wir in der nächsten Woche veröffentlichen.
Im Shop hätte man in erster Linie umfangreiche Hintergrundinformationen zu den verschiedene in den letzten Jahren durchgeführten Projekten erhalten.
Lediglich der Hinweislink einiger Zeitungen auf meine Bücher funktioniert derzeit nicht. Alternativ biete ich einen Link zu Amazon. Unter https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Olaf+Berberich finden Sie alle meine Bücher.

Ebenfalls nicht kaufen können Sie derzeit die Stellungnahme zu: Industriepolitische Leitlinien NRW. Deshalb haben wir uns entschieden, bis auf Weiteres die Stellungnahme kostenlos unter http://dl.gisad.eu/il.pdf zur Verfügung zu stellen.

Eine ganz große Bitte, gehen Sie jetzt nicht wieder in Deckung. Ich kämpfe für Ihre Freiheitsrechte!!!
Bitte unterschreiben Sie die Petition unter http://bit.ly/2n5p0cX für ein sicheres Internet, welches möglich ist, wenn wir uns auf dem Weg dahin nicht einschüchtern lassen!!!

Olaf Berberich

Wer verhindert sichere Industrie 4.0?

In der GISAD Studie zu den Industriepolitischen Leitlinien NRW fordern wir unter anderem:

  • Alle (Schalt-)Aktoren bei Industrie und Smart Home dürfen nicht über zentrale Portale angesteuert werden. Die direkte Ansteuerung einzelner Geräte muss dezentral und vom Internet getrennt erfolgen.
  • Die Auswertung von Schaltdaten ist für die Weiterentwicklung der Systeme äußerst wichtig. Entsprechend müssen Maßnahmen entwickelt werden, um Maschinenauswertungsdaten von den personalisierten (Maschinen identifizierenden) Maschinendaten zu trennen.
  • Über das Internet dürfen Maschinenauswertungsdaten, hiermit sind auch Smart Home Geräte gemeint, nur über eine unidirektionale Datenleitung zum Beispiel mittels Datendiode gesendet werden. Das bedeutet, physikalisch ist nur das Senden in eine Richtung möglich.
  • Dabei benötigen Maschinen die gleichen hohen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit wie Menschen. Sonst sind Maschinen genau wie personalisierte Menschen bekannte Ziele. Der gezielte Angriff gegen Maschinen richtet sich letztendlich wieder gegen den Menschen.

Deshalb fordert GISAD die öffentliche Hand auf, die Entwicklung von preiswerten unidirektionalen Kommunikationssystemen(DATA DIODE) sowohl für Industriemaschinen aus auch für Smart Home Geräte zu fördern und zum Standard zu machen.
Tatsächlich sind solche Schnittstellen bereits in Smart Metern integriert. Hier dienen sie jedoch nur für das sichere Auslesen für die Stromanbieter.
Es stellt sich die Frage, warum gerade die mittelständischen Betriebe mit ihren Sicherheitsproblemen bei der Anpassung ihrer Systeme an Industrie 4.0 allein gelassen werden?

Die Stellungnahme zu den Industriepolitischen Leitlinien NRW erhalten Sie hier .

Grundlagenwissen für ein wesentlich besseres Trusted WEB 4.0 erhalten Sie im Bauplan für die digitale Gesellschaft.

Bitte beachten Sie in diesen Zusammenhang auch meinen aktuellen Tweed zum Wirtschaftstalk mit Christian Lindner, FDP und Frank Thelen zu Wirtschaft 4.0 unter #LindnerThelen

Neuer Twitter Account für GISAD

Liebe Kontakte,
das Twitterkonto Junghilftalt bereitet uns Probleme. Da wir die Domain junghilftalt.de abgemeldet haben, haben wir kein Zugriff mehr auf das Konto. Nur die in XING veröffentlichten Feeds laufen hier weiter ein.

Bitte werden Sie Follower bei https://twitter.com/Olaf_Berberich.
Zukünftig werde ich hier auch Kommentare zu aktuellen Ereignissen und Beiträgen veröffentlichen.

Olaf Berberich

Digitale Bürgerbeteiligung zum Erhalt einer funktionierenden Demokratie

Die Schere zwischen den Gewinnern und Verlierern in der digitalen Transformation wird immer größer werden. Hauptursache hierfür sind Rationalisierungseffekte im Rahmen der Digitalisierung.
Andererseits aber sind die Möglichkeiten der digitalen Technik gleichermaßen optimal geeignet, um an jede Fähigkeit leistungsangepasste Arbeiten anzubieten.

Was liegt näher, wenn Daten und Wissen das Gold der Zukunft sind, als jeden in die Beschaffung dieses Goldes mit einzubinden und damit der eigenen Gesellschaft einen signifikanten Vorteil zu verschaffen.
Wie schlecht Daten derzeit aufbereitet sind, zeigt die ganze Fake News Diskussion. Hieran wird sich auch nichts ändern, wenn bessere Erkennungsalgorithmen entwickelt werden. Im Gegenteil, es besteht die enorme Gefahr, dass wichtige Daten durch die automatische Zensur verloren gehen.

Wenn es gelingt, möglichst viele der fast 6 Millionen Harz IV Bezieher einzubinden und aus der Wohlfahrtsempfängerrolle herauszuholen, dann ist das Schürfen des Datengoldes bereits weitgehend finanziert. Zudem besteht hierdurch eine einfache Möglichkeit, die Integration von ausgeschlossenen Gesellschaftsgruppen zu verbessern.

Gesellschaftlich Ausgeschlossenen muss man in einem geschützten Raum eine für die Demokratie und Wirtschaft gleichermaßen wichtige Arbeit zutrauen. Wichtigstes Merkmal eines geschützten Raums ist die fehlende Überwachung jeder einzelnen Aktivität.

Ein wesentlicher Parameter, über welchen sich der erste Arbeitsmarkt bis heute definiert und der auch immer mehr Taktgeber der Wissenschaft ist, ist die Zeit, in der eine vordefinierte Arbeit mit einem vordefinierten Ergebnis erreicht werden kann. Hierdurch wird eine Wertschöpfung generiert, die der Arbeitskraft abhängig von weiteren Faktoren, wie zum Beispiel den vorhandenen Wettbewerbern, ein bestimmtes Einkommen ermöglicht. Dabei spielen Alter, Geschlecht, Herkunft und körperliche Fitness neben den erwarteten standardisierten Qualifizierungsnachweisen eine entscheidende Rolle. Damit diese Vorrausetzungen keine Rolle spielen, muss das Datenschürfen anonym und ohne Zeitdruck durchgeführt werden können.

Über das im GISAD Grundsatzprogramm dargestellte Konzept werden bestehende Websites, Social Media Systeme und Suchmaschinen durch ein Linkbewertungsportal ergänzt. Alle gesellschaftlichen Gruppen werden in die Erstellung der Grundlagen für gesellschaftliche Entscheidungsprozesse eingebunden. Denn genau das sind aufgearbeitete Daten.
Sogenannte Bewertungs-Experten erhalten ein bedingungsgebundenes Grundeinkommen. Der Erhalt dieser Leistung ist frei von Sanktionen durch die öffentliche Hand. Das Grundeinkommen ist auch nicht abhängig von den Parametern des ersten Arbeitsmarktes, in einer bestimmten Zeit eine bestimmte Leistung zu erbringen.

Vielfalt wird in dem Konzept dadurch gewährleistet, dass alle Informationen in ca. 1000 Wissensbereiche aufgeteilt werden. In einer qualifizierten Nachbarschaft von Gleichgesinnten werden Fake News und schlecht aufgearbeitete Informationen besser erkannt, als wenn Informationen über gefakte Metadaten in Suchmaschinen oder Social Bots als falsche Freunde in Social Media Portalen verbreitet werden. Insofern begrüße ich auch den neuen Ansatz der Grünen, siehe http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-02/wahlkampf-gruene-kritik-martin-schulz-acht-punkte-plan ,von sanktionsfreier Grundsicherung zu sprechen.

Warum ist es denn wichtig, auch die Teile der Gesellschaft in den demokratischen Prozess mitzunehmen, die sich hier bisher nicht engagiert haben? Sind diese denn auf Grund ihrer sprachlichen Fähigkeiten, Ausbildung und ihrem gesellschaftlichen Status überhaupt in der Lage, einen Beitrag zu leisten?
Zweimal ein klares ja.

Lassen Sie mich einmal konkret werden. In einem anderen Leben habe ich erwachsene Analphabeten unterrichtet. Meine Schüler waren teilweise hochintelligente Menschen, die, weil sie mit ihrem Lehrer nicht klargekommen sind oder krank waren, als die Grundlagen des Lesens und Schreibens unterrichtet wurden, den Anschluss verpasst haben. Danach haben sie eine ungeheure Energie und Kreativität aufgebracht, um zu vertuschen, dass sie nicht lesen und schreiben können. Da war der Vater von zwei Gymnasiasten, der sich zum Lernen ins Bad einschloss, damit seine Kinder nichts merkten. Er hatte ungeheuren Druck, denn er war in seinem Job so gut, dass er in eine leitende Position befördert werden sollte. Diese Arbeit war aber undenkbar ohne zumindest eine gute Lesefähigkeit. Durch die Zusammenarbeit mit Leidensgenossen hat er im Kurs innerhalb kürzester Zeit lesen und schreiben gelernt. Teilnehmer der Alphabetisierungskurse haben ein Lesebuch für Erwachsene mit eigenen Texten erstellt. Es zeigte sich, dass die Motivation, Texte von Gleichgesinnten zu lesen, bei den Erstlesern wesentlich höher ist, als bei schwer verständlichen Zeitungstexten.

Heute soll alles möglichst einfach und für alle Zielgruppen gleich verständlich sein. Tatsächlich sind solche Vereinfachungen jedoch eine Ursache für die von mir „Denkabschaltung“ genannte Krankheit, siehe http://blog.get-primus.net/fake-news-sind-nur-ein-symptom-der-krankheit-denkabschaltung/ .

Für echte nachhaltige Lösungen, muss die demokratische Gesellschaft die Betroffenen da abholen, wo sie stehen, mit ihrer Sprache und mit ihren Problemen. Wenn es einen kausalen Zusammenhang zwischen Selbstwertgefühl und Integration in die Gesellschaft gibt, dann ist eine Bürgerbeteiligung in einem Linkbewertungsportal, wie im GISAD Grundsatzprogramm vorgeschlagen, die beste und schnellste Methode für die Integration der Zurückgelassenen.
Wäre denn ein Analphabet geeignet, Inhalte zu bewerten und „Fake News“ zu identifizieren?
Wieder ein klares ja.
Er würde seine über Jahre gelernte Verhaltensweise dazu benutzen, seine eigene Leseunfähigkeit zu kompensieren. Alternativ würde er viele Andere die Information lesen lassen und in die Antwortfindung mit einbinden. Ihm wäre es ausgesprochen wichtig, keinen Fehler zu machen. Natürlich sind solche Ergebnisse nicht unter Zeitdruck zu erhalten.

Kanzlerkandidat Martin Schulz hat unter anderem so gute Umfragewerte, weil er als Mann des Volkes gesehen wird. Realistisch betrachtet war er das vielleicht einmal. Aber jemand, der 5 Sprachen spricht und die wichtigsten Regierungsführer der Welt kennt, kann nicht wirklich die Sprache des kleinen Mannes sprechen, zumal es hier eine Vielzahl von Subsprachen als Repräsentanz gesellschaftlicher Teilgruppen gibt. Die Digitalisierung bietet eine einmalige Chance, alle diese Subgruppen in die Zuarbeit von Informationen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit einzubinden.

Berufspolitiker sollten ehrlich für ihren schwierigen Beruf werben können. Sie sind durch Laien nicht zu ersetzten, weil sie Mittler zwischen vielen Interessensgruppen, der öffentlichen Verwaltung und ihren Wählern sein müssen.
Martin Schulz muss derzeit Aussagen für eine möglichst breite Wählerschaft machen, um als Bundeskanzler mit einer starken SPD gewählt zu werden. Derzeit geht es nicht darum, das beste demokratische Programm anzubieten, sondern gerade die Nichtwähler oder Wechselwähler zu überzeugen, dass sie im Sinne der gefühlten Mehrheitsbewegung handeln, wenn sie die SPD wählen. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass erste Stimmen Martin Schulz als Populisten bezeichnen, siehe http://www.zeit.de/kultur/2017-02/populismus-martin-schulz-begriff-verwendung-populismusforschung-kiyaks-deutschstunde .
Tatsächlich wird man auf den ersten Blick zwischen Schulz und Trump graduelle, aber nicht prinzipielle Unterschiede feststellen können. Politiker sind durch die Krankheit „Denkabschaltung“ gezwungen, so zu handeln, wenn sie möglichst viele Wähler überzeugen wollen.
Es wird zum Standard, populistisch über Symptome zu lamentieren, ohne sich mit den eigentlichen Krankheitsbildern zu beschäftigen.

Die Unterschiede zwischen Trump und Schulz machen sich also nicht an dem Vorgehen, sondern vor allem an den unterschiedlichen Inhalten fest. Ohne die Krankheit Denkabschaltung hätte den Wählern von Trump die Demokratieferne seiner Ziele klar sein müssen. Erstaunlich ist eher, dass Trump gravierend von dem gewohnten Verhalten der Politiker abweicht und nachdem er gewählt ist, stur versucht, seine Wahlaussagen eins zu eins umzusetzen.
Schulz hingegen hat die „EU Charta der digitalen Grundrechte“ mit initiiert. Seine geäußerten Absichten sind eindeutig Demokratie erhaltend. Allerdings verpflichtet ihn das dann auch zu dem Spagat, neben populistischen Aussagen vor der Wahl zu zeigen, wie er den Erhalt der Demokratie in der nun mal nicht abzuwendenden digitalen Transformation sichern will. Wir stehen vor einer radikalen Veränderung unserer Gesellschaft. Entsprechend tiefgreifend müssen auch die Forderungen für Maßnahmen sein, die alle Teile der Gesellschaft in die digitale Transformation mitnehmen.

In einer Gesellschaft der Vielfalt benötigen Politiker eine echte Unterstützung und einen möglichst vielfältigen Input. Um diesen Input liefern zu können, müssen gerade die Gruppen der Gesellschaft eingebunden werden, welche Teil des Problems sind. Das sind üblicherweise nicht die, die sich politisch äußern. Das sind noch nicht einmal die, die regelmäßig wählen gehen. Das hier vorgestellte Bürgerbeteiligungskonzept reduziert Nichtwähler. Wer Verantwortung übernimmt, kann nicht mehr gegen die Entscheidungseliten wettern. Schließlich ist er selbst Teil dieser Entscheidungsfindung.

Echte Fake News benutzen Unwahrheiten mit dem Ziel der Manipulation für die Zwecke des Urhebers.
Vieles wird als Fake News bezeichnet, weil der Leser einen anderen Blickwinkel auf die Sache als der Schreiber hat. Hierzu gehört zum Beispiel die Diskussion, ob es in Deutschland mehr oder weniger prekäre Arbeitsverhältnisse gibt.
Solche subjektiv unterschiedlichen Informationen dürfen nicht unterdrückt werden, sondern müssen in Verbindung mit der Intention des jeweiligen Betrachters gesetzt werden. Um alle Faktoren zu einer Entscheidungsgrundlage zusammenzufassen, sind heutige BIG DATA Analysen hervorragend geeignet, in Zukunft auch mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Jedoch das Grundmaterial sollte immer zuerst von Menschen gesichtet werden.
Ethische Gesichtspunkte und kulturelle Vielfalt sollte der Mensch nicht aus seinen Händen geben. Auch die automatischen Analyseergebnisse müssen deshalb stichprobenhaft von Menschen ständig kontrolliert werden.

Demokratie lebt ja gerade von der Diskussion über unterschiedliche Sichtweisen. Breitet sich die Denkabschaltung weiter aus, gibt es keinen demokratischen Konsens mehr. Information wird noch mehr zur gerankten Massenware. Dann wird nur das, was bereits viele kennen wahrgenommen und die Vielfalt und Individualität verschwinden.
Die nicht in die Diskussion Eingebundenen werden dann weiter ausgeschlossen, frustriert und wählen schließlich demokratieferne Parteien mit angeblich einfachen Botschaften wie „Ausländer raus“.
Schlussendlich werden alle das gesamte Denken künstlichen Intelligenzen überlassen, weil wir es selbst nicht mehr können.

Nur Bürgerbeteiligung von allen schützt nachhaltig den Erhalt der Demokratie und einer menschenwürdigen Zukunft!