2011: Eine neue digitale Generation als Garant für eine digitale Demokratie


1. Reale Situation 2011: Einfach weiter machen?!

Während den drei Jahren Bewährung in Sachen GraTeach arbeitete ich intensiv an der Vorbereitung des Starts von getmySense für 2012. Vor Ablauf der Bewährung wollte ich nicht durch den erneuten Einsatz für den Erhalt der Demokratie auch noch ins Gefängnis gehen. Das Projekt wurde von mir selbst programmiert und ohne Drittmittel umgesetzt. Der Vertrieb sollte über externe Agenturen erfolgen, wobei für den deutschsprachigen Raum bereits ein Partner gefunden war. Zudem stand ein privater Geldgeber bereit, der die Expansion nach einem erfolgreichen Pilotprojekt finanzieren wollte. Um die Sichtbarkeit zu erhöhen, reichte ich eine Bewerbung für den ECO Internet Award 2012 ein.

2. Entwicklung ohne Behinderung: Was hätte sein können!

Mit GraTeach hatte ich bereits gezeigt, dass es etwa eine Dekade dauert, bis neues Denken gesellschaftlich verankert wird. Eine Generation umfasst durchschnittlich 25 Jahre – doch es hätte gereicht, wenn die 18-Jährigen von 2011 mit Trusted WEB 4.0 aufgewachsen wären. Sie wären 2002, im Alter von neun Jahren, erstmals mit getmySense in Kontakt gekommen und hätten gelernt, dass das Internet nicht nur Spaß, sondern auch Ansporn bietet. Schulen hätten frühzeitig die Gestaltung einer digitalen Gesellschaft kritisch diskutieren können. Schüler könnten ihr Taschengeld erhöhen, indem sie Fake News aufdecken. Die Vergütung sowie der Abzug bei Fake News erfolgen automatisch. Die Strafzahlung für Fake News ist so kalkuliert, dass das System mit automatischem Micropayment kostenneutral arbeitet. Durch das WAN-Anonymitätskonzept erhält jeder Nutzer bei der einmaligen Erstanmeldung im EU-D-S automatisch einen Payment-Zugang, ohne dass er sich über Datenschutz Gedanken machen muss. Bereits vor dem Studium können sich einige durch das Kategorienkonzept auf bestimmte Bereiche konzentrieren und sich durch Beiträge oder das Erkennen von Fehlern (die oft nicht beabsichtigt sind) einen Namen machen. Eine fachliche Anerkennung in einer Kategorie im EU-D-S könnte eine schlechte Schulnote ausgleichen.

Die über 20-Jährigen Hochschulabsolvent:innen und Meister:innen hätten das von GraTeach entwickelte digitale, interdisziplinäre Jahr nutzen können, um sich fit für die digitale Gesellschaft zu machen und gleichzeitig durch Projekte an der digitalen Front etwas zurückzugeben. Die Verweildauer im „Jahr“ hätte zwischen zwei Monaten und zwei Jahren variieren können. Unternehmen hätten die Praktikumsgebühr bei Einstellung übernehmen können, während die öffentliche Hand nur als Zwischenfinanzierer fungiert. Eine WIN-WIN-Situation für alle Beteiligten.

3. Blick aus der Zukunft (2026): Ist es zu spät, etwas zu verändern?

Demokratien überprüfen Entscheidungen über einen Weg durch viele Institutionen – das ist gut, solange es proaktiv gestaltet wird. Doch in der EU blockieren sich Institutionen zunehmend, und Verantwortung wird vermieden. Politische Entscheidungen werden nur noch dort getroffen, wo Wählerabwanderung droht. Doch selbst dieser Mechanismus versagt, wie das Beispiel der SPD zeigt.

Die Trendwende muss von der Wirtschaft ausgehen, die oft als rein profitgetrieben gilt. Doch die skalierbaren Geschäftsmodelle sind begrenzt und liegen in den Händen weniger US-Konzerne. Jedes Mal, wenn ich sinnvolle Digitalisierungen anstoße, werde ich nicht nur von Gatekeepern, sondern auch von einer ferngesteuerten öffentlichen Hand ausgebremst. Das zeigt: Die Wertschöpfung wird ungleicher verteilt, und die Entscheidung über (fehlende) digitale Souveränität liegt bei den Gatekeepern.

Mit dem EU-D-S habe ich ein Konzept entwickelt, das auf der EU-Charta basiert und europäischen Unternehmen ermöglicht, sich gegen die Gatekeeper durch dynamische Monopole zu behaupten. Gesucht wird ein Fonds, der auf langfristiges europäisches Wachstum setzt – nicht auf den US-Exit.

4. GAP 2011: Der Preis des Versagens

2011 verdeutlichte erneut, wie Gatekeeper das Internet wie Öl das Wasser verseuchen. Ein Vertrauensverlust von 5 % des EU-BIP (740 Mrd. Euro) ist konservativ geschätzt. Zum Vergleich: Die digitale Wirtschaft machte 2011 in den USA 4,8 % des BIP aus.

Übertrag aus den Vorjahren:

  • 2000: Mannesmann-Übernahme – 133 Mrd. Euro (Verlust europäischer Souveränität)
  • 2001–2007: Arbeitslosigkeit durch GraTeach-Blockade – 18 Mrd. Euro
  • 2004–2006: Umsatzverluste durch US-Plattformen – 54,3 Mrd. Euro
  • 2003–20010: Vertrauensverlust in Wirtschaft & Digitalisierung – 1.826 Mrd. Euro
  • 2008: Finanzkrise (10 % von 5,1 Billionen) – 510 Mrd. Euro
  • 2009: Cyberschäden – 24 Mrd. Euro
  • 2010: Falsche Digitalstrategie – 70,5 Mrd. Euro
  • 2010: BIP-Einbruch in der EU – 200 Mrd. Euro

GAP 2011:

  • Vertrauensverlust (5 % des BIP 2011: 14,8 Billionen) – 740 Mrd. Euro
  • Cyberangriffe (30 % von 30 Mrd.) – 9 Mrd. Euro

Gesamt-GAP 2011: 3.584,8 Mrd. Euro

Prägende Ereignisse 2011:

  • PlayStation-Network-Hack: 77 Millionen Nutzerdaten gestohlen, 5 Mrd. Euro Schaden in Europa (Quelle).
  • Operation Shady RAT: Industriespionage in 14 Ländern, 25 Mrd. Euro Schaden in Europa (Quelle).

Fazit: Die Ereignisse von 2011 zeigen, wie dringend eine europäische digitale Souveränität ist. Ohne sie wird Europa weiterhin von Gatekeepern und Cyberangriffen abhängig bleiben – mit immensen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten.

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