Von Olaf Berberich, Initiator des Europäischen Digitalen Systems (EU-D-S)
Die KI-Blase und der Kampf um die digitale Zukunft
Die Schlagzeilen sind alarmierend: „AI-Slop könnte die KI-Blase platzen lassen“ – so titelt der SPIEGEL und warnt vor einer Flut an billigem, maschinell generiertem Content, der das Internet überschwemmt. Doch hinter dieser technischen Krise verbirgt sich ein viel tieferes Problem: Eine Handvoll amerikanischer Tech-Konzerne und Investoren nutzt die Macht der KI, um die globale Informationsordnung zu dominieren. Während Europa jahrzehntelang demokratische Strukturen aufbaute, drohen wir nun, diese Errungenschaften für ein digitales „Wild-West“-Szenario zu opfern – in dem Algorithmen über Wahrheit entscheiden, Urheberrechte ignoriert werden und Wertschöpfung nur noch bei wenigen landet.
Doch es gibt einen anderen Weg: Wir können KI nutzen, um Demokratie zu stärken – statt sie zu zerstören.
1. Der wilde Westen 2.0: Wie digitale Überwachung und KI-Slop die Macht konzentrieren
Der SPIEGEL beschreibt, wie „Slop“ (niedrigwertiger, maschinell generierter Content) das Internet überflutet und vertrauenswürdige Informationen verdrängt. Doch das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis einer bewussten Strategie:
- KI als Werkzeug der Macht: Große Tech-Konzerne nutzen KI, um Inhalte in Massen zu produzieren – oft ohne Rücksicht auf Qualität oder Urheberrechte. Das Ergebnis? Eine digitale Welt, in der Algorithmen bestimmen, was wir sehen, lesen und denken.
- Überwachung als Geschäftsmodell: Wie im Wilden Westen gibt es keine klaren Regeln. Stattdessen dominieren diejenigen, die die schnellsten Revolver (oder Algorithmen) haben. Wer nicht mitspielt, wird ausgegrenzt – oder, wie in meinem Fall, systematisch bekämpft.
- Demokratie als Kollateralschaden: Während Europa noch über Datenschutz diskutiert, bauen US-Konzerne Faktenmonopole auf. Wer die KI kontrolliert, kontrolliert die Wahrheit.
Mein Fall ist ein Beispiel dafür: Seit 1999 entwickle ich ein Trusted WEB 4.0, das Vielfalt und Teilhabe fördert – etwa mit der Finder-Technologie in einer semantischen Suchmaschine oder dem Social-Media-Konzept getmysense, das Contentanbieter fair in die Wertschöpfung einbindet. Doch statt Unterstützung erlebte ich gezielte Sabotage. Meine Patente wurden ignoriert, meine Accounts gesperrt, meine Existenz bedroht. Warum? Weil ich nicht in das Schema der globalen Skalierung passe – weil ich für ein europäisches, demokratisches Internet kämpfe.
2. Die Alternative: KI für Demokratie und faire Wertschöpfung
Statt uns in die Abhängigkeit von US-Techkonzernen zu begeben, brauchen wir europäische Lösungen, die:
a) Demokratieerhaltende Strukturen schaffen
Die finder-Technologie konnte schon vor über 20 Jahren über 90 Prozent von Suchanfragen auch in komplexen Sätzen 1.000 Kategorien zuordnen. Mit zirka 1 Million vorhandener, von Menschen erstellter Trainingsdaten könnte eine KI lernen, das Konzept auf alle 2.500 Schriftsprachen zu übertragen. Diese Strukturen würden helfen, gezielt hochwertige Inhalte zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Doch statt das zu nutzen, wird Europa von einer digitalen Autokratie überrollt, die nur auf Skalierung und Überwachung setzt.
b) Urheber in die Wertschöpfung einbinden
getmysense zeigt, wie es anders geht: Trendsetter oder Follower als Content-Ersteller können direkt an den Erträgen beteiligt werden. Gleichgesinnte aus allen Sprachen werden durch das System zusammengebracht. Durch ein Trendsetter/Follower-Konzept entsteht eine soziale Kontrolle, in der AI-Slop keine Chance hat. Kein Ausverkauf an Algorithmen, keine Entfremdung von der eigenen Arbeit – sondern eine inklusive digitale Wirtschaft, die Kreativität belohnt.
c) Vordigitale Errungenschaften bewahren
Europa hat 70 Jahre lang demokratische Institutionen aufgebaut. Warum sollten wir das für ein digitales Oligopol opfern? Stattdessen müssen wir:
- KI als Werkzeug für Transparenz nutzen (z. B. zur Aufdeckung von Manipulation).
- Rechtliche Rahmen schaffen, die Innovatoren schützen – nicht bestrafen.
- Dezentrale Systeme fördern, die Macht verteilen. Das geplante EU-D-S mit einer auf der EU-Charta aufbauenden Verfassung bietet ein Alternativkonzept zur Dominanz durch Einige Wenige.
3. Der Kampf um die digitale Souveränität Europas
Die Zeit drängt: Bis 23. Februar 2026 läuft die Frist für meine Beschwerde beim EGMR – als Meilenstein für die EU, die systematische Unterdrückung digitaler Pioniere in Europa anzuprangern. Ich fordere den Aufbau eines Europäischen Digitalen Systems (EU-D-S), das:
- 100 Millionen EU-Bürger einbindet (statt sie zu Datenlieferanten zu degradieren).
- 3 Mrd. € in digitale Souveränität investiert (statt das Geld an US-Konzerne zu verlieren).
- KI demokratisch gestaltet – als Werkzeug für Teilhabe, nicht für Kontrolle.
Denn die Wahl steht bevor:
- Option 1: Wir akzeptieren den „Wilden Westen“ – eine Welt, in der KI von wenigen kontrolliert wird und Demokratie zur leeren Hülle verkommt.
- Option 2: Wir nutzen KI, um vordigitale Errungenschaften zu verbessern – mit fairer Wertschöpfung, Urheberrechten und demokratischer Kontrolle.
4. Was jetzt passieren muss
- Politischer Druck: Die EU muss ein Gegenkonzept für KI durchsetzen – nicht nur Datenschutz, sondern echte digitale Demokratie.
- Unterstützung für Innovatoren: Projekte wie GISAD (Grundsatzabteilung für digitale Strukturrelevanz) brauchen Rückhalt – nicht Sabotage.
- Bewusste Nutzung von KI: Statt uns von „Slop“ überfluten zu lassen, müssen wir qualitativ hochwertige, menschengenerierte Inhalte fördern und vergüten.
Meine Botschaft an Europa: Wir haben die Chance, die digitale Zukunft anders zu gestalten. Doch dazu müssen wir jetzt handeln – bevor die KI-Blase platzt und uns nur noch die Trümmer einer verlorenen Demokratie bleiben.
Was denken Sie?
Sollten wir zulassen, dass eine Handvoll Tech-Konzerne über unsere digitale Zukunft entscheidet? Oder ist es Zeit für ein europäisches Modell – mit KI, die Demokratie stärkt, statt sie zu zerstören?
Einen Überblick über die Angriffe auf das die Demokratie erhaltende Trusted WEB 4.0