1. Reale Situation 2013: Überwachung als Machtinstrument
Ich hatte bereits mein zweites Buch „The Trillion Dollar Gap“ geschrieben. In einem Auszug der fiktiven Story „QX – Insel im Jezioro Kisajno“ schrieb ich: „Die Quadrilla soll entscheiden, wer gefördert oder ausgeschaltet werden soll.“ Damit wollte ich aufzeigen, dass Überwachung nicht dem Schutz der Bürger:innen dient, sondern der Machtausübung im Verborgenen – ohne demokratische Legitimation.
2013 waren die Weichen für die spätere Abhängigkeit Europas von US-Überwachungstools wie Palantir bereits gestellt. Die EU setzte auf zentrale Datenbanken und automatisierte Analysen, ohne die Risiken von Abhängigkeiten oder die Vereinbarkeit mit europäischen Datenschutzstandards ausreichend zu prüfen. Der Generalanwalt am EuGH, Pedro Cruz Villalón, stuft im Dezember 2013 die Vorratsdatenspeicherung als unverhältnismäßig und grundrechtswidrig ein – ein klares Signal, dass die EU zwischen Sicherheit und Grundrechten schwankte. Doch statt konsequent zu ihren Werten zu stehen, gab sie nach.
2. Entwicklung ohne Behinderung: KI von Anfang an demokratisch gestaltet
Hätte ich mein Suchmaschinenpatent von 1999 nicht aufgrund der Verfolgung aufgeben müssen, hätte diese Technologie die Diskussion um KI und Datensouveränität aktiv mitgestalten können. Der Finder-Algorithmus nutzt die kleinste sinntragende Einheit, die fest mit Kategorien verknüpft ist. Das erschwert Manipulationen, da Gleichgesinnte aus derselben Kategorie neue Einträge automatisch zur Bewertung erhalten. Jede KI lernt aus Trainingsdaten. Das Kategoriengerüst trainiert die KI, bei verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen verschiedene Sichtweisen zuzulassen, wodurch auch die Ethik geschult wird. Das echte Interesse der Bewerter, hochwertige Daten zu generieren, verbessert die Qualität der KI-Ausgaben erheblich.
Die Frage ist: Will der Staat seinen Bürger:innen die digitale Teilhabe verwehren? Skalierbare Geschäftsmodelle der Gatekeeper zielen nur auf Macht – nicht auf gesellschaftlichen Mehrwert. Eine produktive digitale Tätigkeit für alle muss ein Grundrecht sein. Wer eingebunden ist, boykottiert nicht, ist weniger krank und verursacht weniger Sozialkosten. Die Umwandlung von Sozialkosten in Teilhabezahlungen wäre ein wirtschaftlicher Gewinn: Hochwertige Daten verbessern KI-Outputs und reduzieren Reibungsverluste in der digitalen Transformation.
Blick aus der Zukunft (2026): Ist es zu spät?
Populisten werden gewählt, weil sie die digitale Realität der Fake-News am besten abbilden. Finanziert werden sie von Kreisen, die Menschen als Manipulationsmasse sehen. Die Bürger\:innen spüren: Die Parteien vertreten nicht mehr ihre Interessen.
Aktuell zeigt sich, wie diese Entwicklungen weiter voranschreiten: Das Land NRW will seine Macht mit einem neuen Verfassungsschutzgesetz festigen. Der Grüne Justizminister widerspricht nicht, während die FDP vor das Bundesverfassungsgericht zieht, um die Verfassungsmäßigkeit zu prüfen.
Hier könnte Trusted WEB 4.0 mit einem abgestuften System für KI-gestützte Analysen eine Alternative bieten:
Der ganze Prozess kann in Minuten abgeschlossen werden und verzögert den Ermittlungsprozess nicht.
Behörden hoffen, mit Palantir den Machtzuwachs der Gatekeeper nachahmen zu können. Doch WAN-Anonymität wäre effizienter: Forensische Daten werden dezentral gespeichert, und nur im Schadensfall gibt ein Richter die unbedingt relevanten Daten frei. Eine Totalüberwachung zerstört das Vertrauen der Bürger:innen – und ist weniger effizient als WAN-Anonymität.
Frage an die EU: Hat jemand die durch Palantir verhinderten Schäden mit den gesellschaftlichen Schäden durch Vertrauensverlust und gefühlte Totalüberwachung in Relation gesetzt? Wäre das unter Punkt 4 geschätzte Billionen-GAP also auch bei mehr digitaler sozialer Kontrolle und weniger Überwachung erreicht worden?
4. GAP 2013: Edward Snowden machte den Vertrauensverlust für alle sichtbar:
Die Enthüllungen von Edward Snowden im Jahr 2013 betrafen vor allem die globale Überwachung durch die NSA und ihre Partner, insbesondere die massenhafte Sammlung von Daten aus Europa. Die direkten wirtschaftlichen Schäden für Europa sind schwer zu beziffern, aber die politischen und diplomatischen Folgen waren gravierend:
Übertrag aus den Vorjahren:
- 2000: Mannesmann-Übernahme – 133 Mrd. Euro (Verlust europäischer Souveränität)
- 2001–2007: Arbeitslosigkeit durch GraTeach-Blockade – 18 Mrd. Euro
- 2004–2006: Umsatzverluste durch US-Plattformen – 54,3 Mrd. Euro
- 2003–2012: Vertrauensverlust in Wirtschaft & Digitalisierung – 3.340 Mrd. Euro
- 2008: Finanzkrise (10 % von 5,1 Billionen) – 510 Mrd. Euro
- 2009: Cyberschäden – 24 Mrd. Euro
- 2011: Cyberschäden – 9 Mrd. Euro
- 2010: Falsche Digitalstrategie – 70,5 Mrd. Euro
- 2010: BIP-Einbruch in der EU – 200 Mrd. Euro
- 2011: Cyberschäden – 9 Mrd. Euro
- 2012: Cyberangriffe 24 Mrd. Euro
GAP 2013:
- Vertrauensverlust (10 % des BIP 2013: 13 Billionen) – 1.300 Mrd. Euro
Gesamt-GAP 2013: 5.682,8 Mrd. Euro
- Quellen zu den Snowden-Enthüllungen 2013 und deren Folgen für Europa:
Globale Überwachungs- und Spionageaffäre – Wikipedia- Süddeutsche Zeitung: Geopolitische Folgen der Snowden-Enthüllungen
- Tagesspiegel: Cyberkriminalität in Deutschland 2013
Quellen zum EU-BIP 2013:
